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Name der Veranstaltung Ort Zeitpunkt
Erntefest Tákos
Ortsmitte und Umgebung der Kirche
jährlich am zweiten Samstag im Juli
Kulturfestival
am Csaronda-Ufer
Csaroda
Csaronda-Ufer und Kirchgarten
am dritten Samstag im Juli
Hanftage von Daróc Beregdaróc
Ortsmitte und Umgebung der Kirche
erstes Augustwochenende
von Freitag bis Samstag
Weltmusikfestival
im Grenzgebiet
Panyola
Ortsmitte
erstes Augustwochenende
von Freitag bis Samstag
Kuruzentag Tarpa
Garten des Kulturhauses und Ortsmitte
am dritten Samstag im Juli
Szatmár-Bereger Pflaumentag,
Fest des neuen Pálinka
Tarpa
Garten des Kulturhauses und Ortsmitte
letztes Septemberwochenende
von Freitag bis Samstag
Großer Markt am Szenke-Ufer Penyige
Szenke-Ufer
vorletzter Sonntag im August
Fest zur Pflaumenblüte Tivadar
Theißufer beim Wasserstandsmesser
letzter Samstag im April
Internationaler
Meisen-Kochwettbewerb
Szatmárcseke
Hof des Kulturhauses
letztes Wochenende im Februar
Internationaler
Fischsuppen-Kochwettbewerb
Túristvándi
Túr-Ufer
vorletzter Donnerstag im August
Internationaler
Pflaumenmarmeladen-Kochwettbewerb
Szatmárcseke
Hof des Kulturhauses
vorletztes Augustwochenende
von Freitag bis Samstag
Jahrmarkt zum Zoárd-Tag Vásárosnamény
alte Kraszna-Brücke und Ufer
das auf den Zoárd-Tag (17. Juli)
folgende Wochenende, Freitag bis Sonntag

Sie haben sich noch nicht entschieden, wohin Sie mit der Familie oder mit Freunden verreisen möchten, um zu entspannen, sich zu erholen oder neue Eindrücke zu erleben? 
Machen Sie sich frohgemut den Weg, den wir Ihnen empfehlen. Genießen Sie die Gastfreundschaft der Menschen aus der Region Szatmár-Bereg, probieren Sie unsere reichhaltige und abwechslungsreiche Küche und bestaunen Sie die Wunder unserer von vielen Flüssen bestimmten Wasserwelt. Erholen Sie sich in den Gästehäusern unserer Dörfer, besichtigen Sie unsere herrlichen Kirchen, Glockentürme und Museen. Besuchen Sie unsere literarischen und historischen Gedenkstätten und entdecken Sie den Verlauf der Pflaumenstraße. Probieren Sie den aus der „Nemtudom” (‘Ich weiß nicht‘)-Pflaumenart und auch aus anderen Obstsorten gebrannten Pálinka (ungarischer Obstler) und unsere Obstkonfitüren, und wir versprechen Ihnen, es wird Ihnen ein bleibendes Erlebnis sein. Im Laufe dieses langen, jedoch umso gehaltvolleren, Weges werden Sie abwechslungsreiche Landschaften, Menschen, Kulturen und Gastronomie begegnen, deren verbindende Gemeinsamkeit die Pflaume ist. Wenn wir in dieser Region unterwegs sind, betreten wir auch ein Grenzgebiet zwischen verschiedenen Kulturen. Die östliche Grenze der Ausbreitung der Reformation ist zugleich auch die östliche Grenze des historischen Ungarn, deshalb ist das religiöse Vermächtnis der reformierten Kirche in dieser Region hinsichtlich der Erforschung der Verbreitung der Reformation in Ungarn von besonderer Bedeutung. Nach dem Konzil von Debrecen im Jahre 1567 entwickelte sich das Gebiet östlich der Theiß zu einer Feste der ungarischen Reformation.  In der 450-jährigen Geschichte der ungarischen Reformation wurden hier nicht nur in der schriftstellerischen Kultur bleibende Werke geschaffen, sondern auch in der Baukunst, obwohl viele Meisterwerke des Kirchenbaus der großen Masse weitgehend unbekannt sind. Deshalb halten die typischen Kirchen der am Laufe der Pflaumenstraße liegenden kleinen Dörfer, von denen jede Einzelne über unterschiedliche Besonderheiten verfügt und die im örtlichen gesellschaftlichen Leben noch immer eine wichtige Rolle spielen, für jeden Besucher immer eine Überraschung bereit. Machen Sie sich also auf den Weg, denn die Region Szatmár-Bereg heißt Sie immer herzlich willkommen!

Die erste Station unserer Reise ist das auch als „Tor von Bereg” bekannte Vásárosnamény. Nach dem Besuch des ins Tomcsányi-Schloss umgezogenen Bereg-Museums können wir uns im Dorf  Gergelyiugornya mit einem Bad in der „blonden“ Theiß erfrischen oder den Wasserrutschenpark im Atlantika-Erlebnisbad besuchen. Ganzjährig erwarten uns das Thermalwasser, die Erlebnisbecken und die Saunen des Wellnessbereichs des Thermal- und Wellnessbades „Szilva“. Im Zentrum der Stadt befindet sich die unter Denkmalschutz stehende reformierte Kirche. Die erste Kirche wurde hier in der Zeit des 13. – 14. Jahrhundert errichtet, und diente als Kapelle. Über dem Schlussstein des Gewölbes ist das Abbild eines Schafes mit Fahne eingearbeitet. Im Jahre 1610 wurde die zweite Kirche errichtet. Die reformierte Kirchgemeinde von Vásárosnamény entstand um 1540, in der Zeit des Reformators Márton Sánta Kálmáncsehi. Eine große Rolle beim Aufblühen des kirchlichen Lebens spielte die Familie Lónyay, deren verstorbene Familienmitglieder in einer Gruft unter der Kirche beigesetzt sind. Aus der zweiten Kirche stammt ein Balkenstück mit der Aufschrift „1610” sowie das Epitaphium von Zsuzsanna Lónyay, eine gotische Steinplatte mit einem lateinischen Grabgedicht. Im Jahre 1798 wurde die dritte Kirche errichtet, welche 1828 einen Holzturm erhielt, der wiederum 1833 von einem aus Steinen und Ziegeln errichteten Turm ersetzt wurde.  1937 wurde unter der Führung des Dekans und Pastors Gyula Kelemen die heutige, insgesamt vierte, Kirche errichtet, in die auch der spätgotische Schlussstein aus der ersten Kirche (mit dem Bild des Schafes mit Fahne), das Epitaphium von Zsuzsanna Lónyay und das Balkenstück aus dem Jahre 1610 integriert wurden. Nach Überlieferungen sollen auch die Kanzel im siebenbürgischen Stil und zwei Mosesstühle aus dem Holzmaterial der alten Kirche gebaut worden sein.

 
 

Nach dem Durchqueren von Gergelyiugornyán führt unser Weg in Richtung der ukrainischen Grenze. Unsere erste Station ist Tákos, das Dorf mit der berühmten Fachwerkkirche, der sogenannten „barfüßigen Notre Dame”, die Heimat der Bereger Kreuzstickerei. Der frei stehende, einschiffige, mit drei Seiten eines Achtecks abgeschlossene, mit Schindeln gedeckte Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert ist ein beispielloses Meisterwerk unserer Volksbaukunst. Betrachtet man die Bautechnik und den Grundriss, so kann man die ausdauernd weiterlebenden mittelalterlichen Traditionen entdecken. Solche sind zum Beispiel die östliche Ausrichtung und das von einem Vieleck umschlossene Heiligtum beziehungsweise die Art der Dachkonstruktion und deren Verbindungselemente. Diese eigenwillige Lösung ist der auf dem Lande lange Zeit überlebenden mittelalterlichen Tradition und der daraus entstandenen Bautechnologie zu danken. Die Kirche wurde 1784 nach Westen hin erweitert und bekam damals ihre heutige Form. Der größte künstlerische Wert des einfach gehaltenen Kirchenschiffes ist die aus achtundfünfzig unterschiedlich geschmückten Kassetten bestehende gerade Holzdecke, welche die Stimmung einer blühenden Frühlingswiese verbreitet und außerdem über die Erbauung der Kirche, den Auftraggeber des Baus und den Baumeister Auskunft gibt. Auf dem Geländer der Empore, welche die Gläubigen von Tákos von einer anderen Gemeinde als Geschenk erhielten, ist die Inschrift „A. O. 1799. 10 JULY.” zu sehen. Die Kirchentür ist außen aus gekreuzten Leisten gefertigt, das Innenteil der Tür ist aus einem Stück geschnitzt. Das schmiedeeiserne Türschloss ist auch noch das Original. Nach dem Hochwasser von 2001 wurde sie renoviert. Der erste, 16 m hohe, mit einer Galerie und Wasserfang  ausgestatteten  Glockenturm wurde vom Zimmermeister János Lukács und seinen Gehilfen im Jahre 1767 erbaut. Der heutige, an die Westseite der Kirche anschließende mit Holzschindeln gedeckte Glockenturm wurde 1948 errichtet.

Unseren Weg weiter fortsetzend erreichen wie die Gemeinde Csaroda. Die beispiellose Schönheit des schlanken Turmes und des ohne Nägel gezimmerten hölzernen Glockenturmes ihrer reformierten Kirche zieht den Besucher in ihren Bann. Das einzigartige, landesweit bekannte Baudenkmal dieser kaum 600-köpfigen Gemeinde ist die im Mittelalter errichtete Kirche, welche sich im Mittelpunkt des Dorfes auf einer etwas erhöhten Position befindet. Die unter Denkmalschutz stehende Steinkirche im romanischen Stil, welche im dritten Viertel des 13. Jahrhundert erbaut wurde, ist halbkreisförmig vom Wasser des Baches Csaronda umgeben.  Auf dem Hügel in der Nähe der Südseite der Kirche mag ehemals das Gutshaus der Familie Csarnavoda gestanden haben. In früherer Zeit war der gesamte Innenraum der Kirche mit bunten Fresken geschmückt. Die Fresken der Nordwand und des Triumphbogens wurden schon beim Bau der Kirche angefertigt, die Fresken des Sanktuariums erst im 14. Jahrhundert. Auf der Nord- sowie Ostwand des mit flacher Decke erbauten Kirchenschiffs kann man Wandbilder aus der Zeit des Kirchenbaus sehen.  Mitte des 16. Jahrhunderts bekam die reformierte Gemeinde die Kirche, die Wandbilder wurden übertüncht. An ihre Stelle kamen volkstümliche Blumenmalereien, die nicht nur im Kircheninneren, sondern auch auf der Außenfassade erhalten geblieben sind. Die bemalte Holzdecke entstand 1777, ähnlich alt sind die bemalte Holzkanzel im volkstümlichen Barockstil sowie die Empore und das Gestühl. Von den Erinnerungsstücken des 18. Jahrhunderts ist auch noch das Rhédely-Epitaphium von 1758 erwähnenswert. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts konvertierte die komplette Gemeinde von Csaroda zum Calvinismus, sodass die Kirche weiterhin den Reformierten diente. 1595 wurde der Ort als blühende Muttergemeinde erwähnt, deren Pfarrer 1598 Mátyás Kvassai, 1613 Menyhért Vári, 1631 Mihály Károlyi waren. Die Inneneinrichtung der Kirche wurde 1747 von Ferenc Kisrédei Rédei angefertigt. Einen Blick in das Leben der vergangenen Generationen können wir im örtlichen Volkskundehaus werfen.

Die im 14. Jahrhundert im gotischen Stil erbaute Kirche und das Volkskundehaus von Beregdaróc bieten einzigartige Sehenswürdigkeiten. Das einschiffige, gotische, frei stehende Kirchengebäude wurde mehrmals umgestaltet. Die Reste der auf dem Anwesen der Familie Daróczi, welche dem Geschlecht der Gut-Keleds entstammte, erbauten und schon in den Zehntverzeichnissen des Papstes von 1333-34 erwähnten Kirche wurden in dem noch heute stehenden Gebäude ausgegraben. In der Zeit von 1832-38 wurde die Westmauer des mittelalterlichen Gebäudes abgerissen und eine neue Fassade errichtet. Die Rolle des früheren Glockenturmes übernahm der 1858 vor der Westfassade erbaute 30 m hohe Turm. Zwischen 1895-96 wurde die Kirche grundlegend umgebaut. In der Zeit von 1991-94 erhielt die Kirche im Zuge der Restauration und Ernennung zum Baudenkmal ihren mittelalterlichen Charakter zurück. Im Heimatmuseum führen uns einheimische Frauen in die Geheimnisse der Hanfverarbeitung vom „Hanfsamen bis zum Leinentuch” ein. Im vor kurzem restaurierten mittelalterlichen Herrenhaus können die unbeschreiblich schönen Bereger Stickereien der mit dem Kis-Jankó-Bori-Preis ausgezeichneten Frau Bertalanné Sukta besichtigt werden.

Die nächste Station unserer Reise ist Beregsurány, wo man auf keinen Fall die Besichtigung der im 14. Jahrhundert im gotischen Stil erbauten reformierten Kirche, welche ebenfalls ein Baudenkmal ist, auslassen sollte. Die zweigeteilten Maßwerkfenster, der ungegliederte Spitzbogenrahmen des Eingangs begründet die majestätische Stimmung dieser Kirche. Ihr mehreckiges Sanktuarium und ihre Steinkanzel nebst Krone im volkstümlichen Barockstil sind ein interessantes Kolorit der Bereger Kircheninnenräume. Neben der reformierten Gemeinde hat auch die römisch-katholische Kirchgemeinde eine bedeutende Anzahl von Mitgliedern.  Neben der Straße erscheint ein von Baumriesen umgebenes, wunderschönes Schloss. Das ist das Uray-Schloss, welches als Gemeindeamt genutzt wird. Folgt man der Hauptstraße weiter, kann auch die Bay-Kurie bestaunt werden.

Dar Dorf Tarpa ist der Geburtsort des Kuruzenmajors Tamás Esze und die obstreichste Siedlung in Szatmár-Bereg. Seine reformierte Kirche befindet sich im Ortskern und ist eine frei stehende, nach Osten ausgerichtete, einschiffige, spätgotische Kirche mit an die Frontfassade gebautem Turm, welche anfangs des 15. Jahrhunderts erbaut wurde und Mitte des 16. Jahrhunderts schon den Reformierten gehörte. 1795 wurde die Kirche umgebaut, damals entstand auch der 45,5 m hohe Steinturm, in welchen 1881 der Blitz einschlug. Seine Glocken, eine wurde noch im Jahr 1317! gegossen, zersprangen. Der erhalten gebliebene originale Türflügel wurde aus einem Stück Eiche hergestellt.  Über der Tür ist das in Stein gemeißelte, mit Drachen verzierte Wappen der Familie Báthory zu sehen. 1981 wurden an der Nordwand des Kirchenschiffes 3 mittelalterliche Fresken entdeckt. Die Plattendecke aus Holz entstand 1782. Das herausragende Stück der Inneneinrichtung ist die Kanzel mit durchbrochener Krone im Stil des volkstümlichen Barocks aus dem 18. Jahrhundert. Ein wertvolles agrargeschichtliches Denkmal des Ortes ist die bis heute vollständig erhalten gebliebene Rossmühle. Auf dem Friedhof der Gemeinde befindet sich das Grab von Endre Bajcsy-Zsilinszky. In der 1924 gegründeten Schnapsbrennerei und Konfitürenmanufaktur Tarpa können wir uns mit der traditionellen und modernen Art der Schnapsbrennerei bekannt machen, hier wird die Pálinka-Marke Tarpa gebrannt, auch die immer beliebtere Sorte „Schwarze Katze” mit eingelegten Früchten, außerdem können wir noch einen Einblick in die Konfitürenherstellung erlangen. Sowohl der Pálinka als auch die Konfitüren können im nahe gelegenen Szatmárer-Pflaumen-Haus, einem 250 Jahre alten Bauernhaus, gekostet und auch gekauft werden. Hier kann man auch eine die Pálinkabrennerei und die Pflaumenverarbeitung vorstellende Ausstellung betrachten, im Garten des Hauses gibt es eine Sammlung von in der Region vorkommenden Pflaumenbäumen.  Das Geschäft „Schätze von Bereg” ist das einzige Regionalwarengeschäft der Gegend, in dem man die traditionellen Produkte dieses Gebietes kaufen kann und auch die traditionelle Art der Früchtetrocknung kennenlernen kann.

Unser Weg setzt sich in Gulács fort. Hier findet man das Grab des Untergespans István Gulácsy, außerdem lohnt sich die Besichtigung der im Ortskern gelegenen reformierten Kirche aus dem 15. Jahrhundert, welche gotische Stilelemente besitzt und ihre derzeitige Form in den Jahren 1818-60 erhalten hat. Die kleinere Glocke aus dem Jahre 1646 der im Verhältnis zum Dorf ungewöhnlich großen Kirche stammt aus der mittelalterlichen Kirche und wurde von György Wied in Eperjes angefertigt. Außerdem lohnt es sich, die am Dorfrand gelegene kleine Pálinkabrennerei zu besuchen, wo aus verschiedenen Obstsorten der Region in traditionellen, mit Holz beheizten Kleindestillen klassische ungarische Pálinkas gebrannt werden.

Tivadar gehört mit seinem goldgelben Theißstrand und mit seinen attraktiven dörflichen Unterkünften zu den schönsten Siedlungen des Bereg. Hier sollte man den anlässlich des 50. Jahrestages der großen Theißflut von 1947 eröffneten Erinnerungspark besuchen, sowie den am Zugang zum Badestrand befindlichen hölzernen Glockenturm bewundern. Tivadar ist eine reformierte Kirchgemeinde und war früher die Filia von Gulács. Auf dem Grundstück von Miklós Zólyomi wurde die erste bekannte Kirche wahrscheinlich aus Holz errichtet; 1665 entstand die Kanzel und 1671 der erste bekannte Holzturm. Den zweiten Holzturm errichtete der Zimmermeister Mózes Papp im Jahre 1757. Im Jahre 1794 wurde ein Teil des Dorfes samt der Kirche und der Pfarre durch ein Hochwasser der Theiß hinweg gespült, sodass das Dorf gezwungen war, eine neue Kirche zu errichten.   Die neue Steinkirche wurde 1797, in der Zeit des Predigers István Átányi geweiht. Ab Frühjahr 2013 kann man das neue Theiß-Naturkundemuseum besuchen, welches mit der Tier- und Pflanzenwelt des Flusses bekannt macht. Außerdem kann man Wanderungen auf dem Naturlehrpfad „Theißblume” unternehmen.

Wir setzen unseren Weg über Fehérgyarmat in Richtung Penyige fort. Am Rand des Dorfes befindet sich der Friedhof, auf dem man schon von der Straße aus die neun Grabpfähle der im Szenke-Bach ertrunkenen Mädchen sehen kann. Im Dorf können wir das „Lekvarium”, das erste Marmeladen- und Pflaumenmuseum des Landes, besuchen, wo die Traditionen und Arbeitsmittel der Pflaumenverarbeitung und der Marmeladenfertigung besichtigt werden können. Die Gemeinde nahm den reformierten Glauben schon recht zeitig, in der Mitte des 16. Jahrhunderts, an. Ihre erste Kirche stammt Überlieferungen zufolge aus der Zeit vor dem 14. Jahrhundert, da ihre Beschreibung sehr den erhalten gebliebenen Kirchen der Umgebung aus der Arpaden-Zeit ähnelt. Die zweite Kirche befand sich schon in der unmittelbaren Umgebung der heutigen. Diese wurde in den 1880er Jahren von einem Erdbeben so stark beschädigt, dass sie abgetragen werden musste. Die heutige Kirche wurde 1893 geweiht. Entgegen den puritanischen Traditionen wurde sie anfangs sowohl innen als auch außen mit figurativen Motiven geschmückt, wovon heute leider nichts mehr zu sehen ist.  Der Turm der im eklektischen Stil erbauten Kirche ist 27 m hoch.

 Als Nächstes erreichen wir die Gemeinde Túristvándi. Hier können wir die einzige noch funktionierende Wassermühle des Landes bewundern. Am Ufer des Tur können wir uns in malerischer Umgebung von den Anstrengungen der Fahrt ausruhen. Die heutige Kirche kann in Anbetracht der Verhältnisse des Dorfes unter die Größeren gezählt werden, sie ist nach Osten ausgerichtet und stammt zum großen Teil aus dem Mittelalter. Ihr Fundament wurde aus gebrochenen Steinen gelegt, die Mauern aus Ziegeln gebaut. An ihr im Grundriss rechteckiges Schiff schließt im Osten mit drei Seiten eines unregelmäßigen Rechtecks das auffällig flache Sanktuarium an. An der Nordseite des Sanktuariums befand sich früher eine rechteckige Sakristei. Am westlichen Ende des Kirchenschiffes stand der zwischen 1863-68 erbaute, in Nord- und Südrichtung in der Breite des Kirchenschiffes mit Anbauten erweiterte Kirchturm.

Nach einer Rast setzen wir unsere Reise nach Szatmárcseke fort, wo wir das Grab von Ferenc Kölcsey auf dem berühmten Friedhof mit den bootsförmigen hölzernen Grabmalen beehren können. Beim Besuch des im Kulturhaus befindlichen Kölcsey-Gedenkzimmers können wir uns mit dem Leben und den Arbeiten des Dichters der Nationalhymne von Ungarn bekannt machen. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahre 1181, der Pfarrer des Dorfes musste schon 1332 den Zehnt an den Papst abführen. König Ludwig der Große schenkte die Gemeinde im Jahre 1344 der Familie Kölcsey. Die frühmittelalterliche Kirche des Dorfes wurde 1877 abgerissen. Die calvinistische Strömung der Reformation erreichte das Dorf aus Richtung Bereg durch Unterstützung der Familien Kölcsey und Kende. Die heutige Kirche mit ihrem an der Westseite befindlichen Turm wurde 1869 fertiggestellt.

Die nächste Ortschaft ist Tiszacsécse, welche ebenfalls mit einer herausragenden literarischen Persönlichkeit, nämlich Zsigmond Móricz, verbunden ist. Hier können wir das Geburtshaus des Schriftstellers besichtigen und so auch einen Eindruck vom vormaligen Leben der verarmten Bauern bekommen. Die erste Kirche des Ortes, deren Grundmauern vor Kurzem ausgegraben wurden, befand sich auf dem Milotaer Friedhof. In diesen Zeiten hatten Csécse und Milota eine gemeinsame Mutterpfarre. Als die auf dem Friedhof von Milota befindliche Kirche abgerissen wurde, holten die Einwohner von Csécse die Eingangstür der gemeinsamen Kirche und verwendeten sie in der von ihnen errichteten und lange Zeit genutzten Holzkirche. Die heutige Kirche wurde in der Zeit von 1820-25 im Ortskern errichtet. Der Innenraum der Kirche ist mit einer hellblauen, bemalten Holzdecke verkleidet. An beiden Enden der Kirche befinden sich Emporen, welche genau so alt wie die Kirche selbst sind. Am östlichen Ende der Kirche steht der hölzerne Glockenturm. Über dem Glockenraum steht ein achteckiger, aus vier Türmchen bestehender 13 m hoher Turmaufsatz. Die Gesamthöhe des Turmes beträgt 24 m. Im Laufe des Baues wurden keinerlei Materialien aus Metall verwendet, das Gebäude wurde aus Balken und Brettern errichtet und mit Holzschindeln gedeckt. Die Konstruktionselemente wurden mit Zimmermannsverbindungen und mit Hartholzzapfen aneinander befestigt.

Als Nächstes können wir einen Abstecher nach Milota machen, die Heimat der europaweit bekannten Milotaer Walnüsse, wo wir die 1772 im spätbarocken Stil erbaute und unter Denkmalschutz stehende reformierte Kirche besichtigen können. Die frühere, im 15. Jahrhundert erbaute alte Milotaer Kirche befand sich im sogenannten alten Friedhof und war anfangs katholisch. Milota war schon 1595 reformierte Muttergemeinde, ihre Filia war das Nachbardorf Csécse. Das alte Dorf umgab wahrscheinlich die alte Kirche und zog erst im 18. Jahrhundert an seinen heutigen Platz. Damals bildete sich auch die sogenannte spindelförmige Dorfanordnung heraus. Die von 1788-93 in der Mitte der Spindel errichtete Kirche wurde am 21. April 1794 geweiht. Die Kirche hatte bis 1826 keinen Steinturm, bis dahin stand ein hölzerner Glockenturm neben ihr.  Der 26 m hohe neue Turm wurde 1827 fertiggestellt. Die Kirche wurde 1893 renoviert, damals entstand auch die Holzdecke des Innenraumes. Die barocke Fassade strahlt durch ihre Einfachheit eine besondere Schönheit aus. Widmen wir auch der neben der Kirche befindlichen Pfarrei mit holzverkleidetem Außenflur aus dem Jahr 1890 ein paar Minuten. 

Unser nächster Halt in Richtung Fehérgyarmat ist nun Sonkád. Die wichtigste Sehenswürdigkeit hier ist die 1998 mit dem Europa-Nostra-Preis ausgezeichnete, zur Jahrhundertwende zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert aus Bruchsteinen erbaute reformierte Kirche mit Baudenkmalstatus. Sie ist ein frei stehendes, nach Osten ausgerichtetes, einschiffiges, über ein mehreckiges Sanktuarium verfügendes, mit Doppelsäulen verstärktes Gebäude mit einem an die Fassade anschließenden Turm. 1595 war Sonkád schon eine der größten Gemeinden der Bereger Diözese. Die Kirche wurde im 18. -19. Jahrhundert renoviert. Die wahrhaft schöne Holzkassettendecke entstand 1766. Zur selben Zeit wurde auch die Westempore errichtet, die Kanzel stammt aus dem Jahr 1773. Der Westturm wurde Anfang des 19. Jahrhunderts im Barockstil erbaut.

 Die nächste Station ist Kölcse, wo eine Besichtigung der im 15. Jahrhundert im Barockstil errichteten reformierten Kirche und des hölzernen Glockenturms aus dem 18. Jahrhundert  lohnenswert ist.  Über die Gemeinde gibt es erste Erwähnungen im päpstlichen Zehntverzeichnis von 1332, damals muss es auch schon eine Kirche gegeben haben. Die über eine durchschnittliche dörfliche Größe verfügende nach Osten ausgerichtete Kirche kann noch heute in ihrer größtenteils originalen mittelalterlichen Form besichtigt werden.  Ihre Mauern wurden aus Bruchstein und Ziegeln errichtet, ihre Konstruktionselemente bestehen höchstwahrscheinlich aus Stein. An das Kirchenschiff schließt die mit 5 Seiten eines Achtecks geschlossene Sakristei in voller Breite des Kirchenschiffs an.  Die Siedlung war im Mittelalter der Mittelpunkt der Güter der Familie Kölcsey, zum Bau der Kirche trugen die Mitglieder dieser Familie am meisten bei. In der ehemaligen evangelischen Schule kann das Naturkundemuseum „Erd?hát” besichtigt werden, wo volkskundliche und lokalhistorische Erinnerungsstücke besichtigt werden können.

Panyola ist eine bedeutende Station der Pflaumenstraße. In der am Ufer des Tur inmitten wunderschöner Landschaft gelegenen Pálinkabrennerei werden die berühmten Panyolaer Pálinkas, unter anderen der „Elixír” sowie die traditionellen und klassischen Panyolaer, gebrannt.  Im neben der Destille gelegenen „Elixír Verkosterhaus” können die Destillate gekauft und zusammen mit anderen regionalen Köstlichkeiten auch probiert werden. Eine schriftliche Aufzeichnung aus dem Jahr 1483 weist auf eine zu dieser Zeit existierende Holzkapelle in Panyola hin. Auf diese folgte dann eine aus Fachwerk oder Ziegeln errichtete Kleinkirche. Die Glaubensgemeinschaft begann sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts immer stärker zu entwickeln, deshalb wurde der Bau einer Kirche aus Stein beschlossen.  Der Bau der neuen Kirche dauerte vom 18. Juni 1794 bis zum 25. März 1799, an welchem Tag sie auch geweiht wurde. Neben der Kirche stand ein hölzerner Glockenturm. Nach einer Zeit erwies sich die Kirche als zu klein, deshalb wurde von 1867-69 eine neue Kirche errichtet. Die Kirche von Panyola wurde den Gemeinden in der Region Szatmár viele Jahre lang als Vorbild empfohlen, sowohl auf dem Gebiet der Gläubigkeit als auch auf dem der Opferbereitschaft.

Auf unserem Weg können wir auch Lónya besuchen, wo die wunderschöne reformierte Kirche sowie die Grabkapelle der Familie Lónyay zu besichtigen sind.  Die Kirche ist ein frei stehendes, nach Osten ausgerichtetes, einschiffiges Gebäude im romanischen Stil mit gerade abgeschlossener Sakristei, welches die Merkmale seines mittelalterlichen Ursprungs fast unverändert behalten hat. Die ursprünglich zu Ehren der Heiligen Peter und Paul geweihte Kirche wurde im 13. Jahrhundert in der damals Nagylónya genannten Ortschaft errichtet. Das im 15. Jahrhundert erneuerte Gebäude wurde ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von den Reformierten genutzt. Von den 1413 entstandenen, 2000-02 wiederentdeckten Fresken verdient die an der Nordseite des Kirchenschiffes befindliche „Madonna mit Umhang“ Erwähnung. An der Südseite der Sakristei und an den Innenwänden des Triumphbogens sind auch jeweils ein Königsheiliger mit Lilienkrone - der Heilige Stephan und der Heilige Emerich – separat eingerahmt zu sehen. Vor dem Westeingang steht der schönste und im ausgereiftesten Stil der Region Obere Theiß erbaute Glockenturm. Der 26 m hohe Turm mit monumentaler Wirkung wurde 1781 vom Zimmermeister Imre Kakukk und seinem Gesellen Péter Bán erbaut. Auf den beiden Glocken des Turms sind die Jahreszahlen 1666 und 1741 zu erkennen.


Die reformierte Kirche von Gelénes steht auf dem von den beiden ehemaligen Hauptstraßen umrahmten Platz. Schon 1334 gab es die zu Ehren des Heiligen Gál errichtete katholische Kirche, später wurde eine neue im spätgotischen Stil errichtet.  Die Gemeinde unterwarf sich schnell den Lehren der Religionserneuerung, so wurde die Kirche zu einer reformierten. 1774 wurde die alte Steinkirche erneuert, 1777 wurde ein hölzerner Glockenturm neben ihr errichtet. Die erste Glocke wurde 1776, die zweite 1789 gegossen. Der Abriss des Spitzbogengebäudes wurde auf Antrag der Kirche 1909 genehmigt, 1910 wurde im klassischen Barockstil die auch heute noch zu sehende Kirche errichtet, gleichzeitig wurde auch der hölzerne Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert abgerissen.


Hetefejércse entstand 1977 durch die Vereinigung der Dörfer Hete und Fejércse. In beiden Ortsteilen steht je eine reformierte Kirche, beide im Stile des Spätbarocks. Ihre Einrichtungen sind so alt wie di Kirchen. Schon am Anfang des 16. Jahrhunderts wurden beide Siedlungen reformiert, Hete hatte schon 1768 einen Lehrer, sein Taufregister reicht bis ins Jahr 1768 zurück. In diesem Jahr brach eine Feuersbrunst aus, in der sowohl Kirche als auch Pfarrei verbrannten. An der Stelle der abgebrannten Holzkirche wurde die heutige Steinkirche errichtet, welche 1802 geweiht wurde. In seinem Gedeck für den Abendmahlstisch findet sich ein Silberkelch, der zu den ältesten dieser Gegend gehört. Das Taufregister von Fejércse reicht bis ins Jahr 1793 zurück, das vorherige wurde gemeinsam mit dem Dorf Csaroda geführt. Die Dorfkirche wurde von 1802-36 erbaut. Ihr ältestes Gedeck für den Abendmahlstisch ist ein Brotteller aus Zinn aus dem Jahr 1724.


Kisvarsány ist eine im 16. Jahrhundert reformierte Muttergemeinde. Das wird bestärkt durch katholische Konskriptionen von 1696 und 1744. In den Schriften Ende des 18. Jahrhunderts wird eine aus Stein erbaute Kirche erwähnt, aber örtliche Nachforschungen haben bewiesen, dass der Ort schon im Mittelalter ein Ort von Gläubigen war, da an der Stelle dieser Steinkirche eine bis heute nicht freigelegte Kirche gestanden hat. Zwischen 1826-38 wurde die Kirche um ein Seitenschiff erweitert und auch ein Turm wurde errichtet.  In ihrem Gedeck für den Abendmahlstisch ist das älteste Stück ein vergoldeter Silberkelch, welchen man 1643 anfertigen ließ. Aus dem Jahr 1785 stammt ein weiterer vergoldeter Silberkelch, welchen Sándor Csonka und Ns. Sára Kozák der Kirche zum Geschenk machten. Die Glocke aus dem Jahr 1795 wurde während des Freiheitskampfes von 1848 weggebracht, aber da sie nicht eingeschmolzen wurde, holte man sie im Jahr 1856 aus Arad zurück. Ferenc Egri, ein Glockengießer aus Kisejoc, verwendete diese Glocke im Jahr 1938, um zwei neue Glocken zu gießen, die bis heute in Gebrauch sind. So wie die Kirche steht auch das Pfarrhaus seit Beginn der Reformation am selben Platz.

 

Kirchen


4934 Beregdaróc, Alkotmány u. 2. +36-(45)-706-094
4933 Beregsurány, Árpád u. 28. +36-(45)-704-710
4844 Csaroda, Kossuth Lajos u. 9. +36-(45)-484-905
4935 Gelénes, Kossuth Lajos u. 26. +36-(45)-705-477
4842 Gulács, Rákóczi u. 2. +36-(45)-708-692
4843 Hetefejércse, Bajcsy-Zsilinszky Endre u. +36-(45)-484-527
4843 Hetefejércse, Fõ u. 44. +36-(45)-484-527
4811 Kisvarsány, Rákóczi u. 18. +36-(45)-480-231
4965 Kölcse, Kölcsey Ferenc u. 93. +36-(44)-377-253
4836 Lónya, Árpád u. 41. +36-(45)-706-414
4948 Milota, Vörösmarty Mihály u. 93. +36-(44)-378-154
4913 Panyola, Szamosvég u. 1. +36-(44)-364-716
4941 Penyige, Kossuth Lajos u. 91. +36-(44)-709-045
4954 Sonkád, Kossuth Lajos u. 2. +36-(44)-377-171
4945 Szatmárcseke, Petõfi Sándor u. 2. +36-(44)-712-576
4845 Tákos, Bajcsy-Zsilinszky Endre u. 25. +36-(45)-701-718
4931 Tarpa, Kossuth u. 15. +36-(45)-488-012
4947 Tiszacsécse, Kossuth Lajos u. 78. +36-(44)-712-576
4921 Tivadar, Petõfi Sándor u. 22. +36-(45)-701-032
4944 Túristvándi, Móricz Zsigmond u. 10. +36-(44)-361-960
4800 Vásárosnamény, Szabadság tér 8. +36-(45)-470-541